Montag, 16. Mai 2011

Komplizierte Kompaktlösung

Lebensversicherungen sind komplizierte Produkte, jedenfalls die kapitalbildenden Varianten. Eine reine Absicherung für den Todesfall über eine Risiko-Lebensversicherung ist simpel, günstig und mitunter sinnvoll bis unentbehrlich (z.B. bei einer Baufinanzierung). Sobald die Lebensversicherung jedoch auch einen Sparvorgang beinhaltet oder mit speziellen Zusatzversicherungen ausgestattet ist, wird das Kombiprodukt schwer durchschaubar, was insbesondere seine Preiswürdigkeit angeht. Beispielsweise enthaltene – und somit als beitragsfrei ausgewiesene – Leistungen bei Berufsunfähigkeit, im Pflegefall oder bei Eintritt bestimmter schwerer Krankheiten (sogenannte Dread-Diesease-Option) lassen sich gut verkaufen. Da die Versicherungsgesellschaft jedoch die entsprechenden Risiken kalkulieren und in die Prämie einrechnen muss, ist im Einzelfall die Frage zu stellen, inwieweit der entsprechende Einschluss einzelner Zusatzversicherungen zu günstigen Konditionen erfolgt oder nicht. Im Zweifel kann man dies dadurch prüfen, dass man sich die einzelnen Bausteine von mehreren Versicherungen selbst zusammenstellt und mit dem Kombiprodukt vergleicht. Die Geldanlage sollte man ohnehin grundsätzlich vom Risikoschutz trennen. Für einen regelmäßigen, langfristig angelegten Sparvorgang kommen gute Fonds ohne Ausgabeaufschlag ebenso in Betracht wie gute Rentenversicherungen, die Garantieleistungen und Mindestverzinsungen bieten, gleichzeitig aber eine chancenorientierte Anlageform ermöglichen, z.B. Fondspolicen, die nach dem UWP-Prinzip konzipiert sind.

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Mittwoch, 2. Februar 2011

Sind Lebensversicherungen teuer?

Lebensversicherungen kosten in zweierlei Hinsicht Geld. Zum einen zahlt man für den Risikoschutz. Zum anderen allerdings kosten sie auch Rendite, nämlich dann, wenn man eine kapitalbildende Lebensversicherung abschließt, die neben der Absicherung für den Todesfall zusätzlich als Sparvertrag die eigene Altersvorsorge aufpäppeln soll. Grundsätzlich ist es anzuraten, Sparen und Risikoschutz voneinander getrennt zu halten. Man fährt mit einer günstigen Risiko-Lebensversicherung und einer privaten Rentenversicherung fast immer besser im Vergleich zu dem Kombiprodukt Kapitallebensversicherung. Die Risiko-Lebensversicherung kann mit einer konstanten oder mit einer degressiv fallenden Versicherungssumme ausgestattet sein. Letztere Variante bietet sich insbesondere an, wenn es das vorrangige Ziel ist, bestehende Verbindlichkeiten durch höhere Kredite, insbesondere eine Immobilienfinanzierung, abzusichern. Bei der Rentenversicherung stehen konservativ anlegende Policen, Fondspolicen und Mischformen zur Auswahl. Interessenten sollten sich vor Vertragsabschluss eingehend mit der Ertragskraft der jeweiligen Versicherungsgesellschaft, den Kosten und den Vertragsbedingungen hinsichtlich der Garantieleistungen und der Optionen zum Laufzeitende auseinandersetzen. Unabhängige Finanzberater können mit einer umfassenden Auswahl aufwarten.

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Montag, 15. November 2010

Warum Fondspolicen?

Fondspolicen sind eine in Deutschland relativ junge Variante von kapitalbildenden Versicherungen, die zum langfristigen Vermögensaufbau bzw. zur Altersvorsorge angeboten werden. Anders als bei einer klassischen Lebens- oder Rentenversicherung, bei der die Kapitalanlage durch die Versicherungsgesellschaft selbst in deren Deckungsstock erfolgt, werden bei fondsgebundenen Versicherungen die Sparbeiträge des Versicherungsnehmers in Investmentfonds angelegt. Die Auswahl des oder der Fonds obliegt grundsätzlich dem Versicherungsnehmer unter Berücksichtigung seines individuellen Risikoprofils. Zumeist bieten Versicherungsgesellschaften mehrere Fonds unterschiedlicher Risikoklassen von diversen Kapitalanlagegesellschaften zur Auswahl an. Insbesondere Aktienfonds bieten die Möglichkeit, langfristig eine höhere Rendite zu erzielen im Vergleich zur tendenziell konservativen Direktanlage seitens der Versicherungsgesellschaften. Allerdings ist durch eine Fondsanlage das Risiko eines teilweisen Verlustes nicht auszuschließen, da grundsätzlich die eingezahlten Beiträge für den Zeitpunkt der Fälligkeit des Versicherungsvertrages nicht garantiert sind. Allerdings bieten die meisten Versicherungsunternehmen in ihren Vertragsbedingungen einen Wechsel der Fonds an, bezogen auf das bisher angesammelte Kapital und/oder die Anlage künftiger Sparbeiträge. Auch ein automatisches Ablaufmanagement, bei denen das Fondsguthaben sukzessive von risikoreichen Aktienfonds in konservative Rentenfonds umgeschichtet wird, ist keine Seltenheit mehr.
Grundsätzlich sollte eine Fondspolice durch ihre Ausstattung einen wesentlichen Mehrwert gegenüber einem reinen Fondssparplan beinhalten, um die – meist deutlich höheren – Kosten zu rechtfertigen. Hierunter fallen Garantien, Mindestrenditen, Ablaufmanagement oder der Zugang zu qualitativ hochwertigen Fonds, die ansonsten, beispielsweise aufgrund hoher Mindestanlagebeträge nicht erhältlich sind. Beispielhaft schneiden UWP-Policen unter diesen Aspekten in Vergleichstests hervorragend ab.

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Freitag, 5. Februar 2010

Altersvorsorge - konservativ und zyklisch

Das jährliche "Vorsorgebarometer", eine Umfrage des britischen Versicherers Clerical Medical, zeigt folgenden Trend in Bezug auf die Altersvorsorge: Je schwächer die Aktienkurse, desto mehr Leute glauben, dass Vorsorgeentscheidungen zurückgestellt werden.
Bei der Frage, welche Anlageformen präferiert bzw. sich langfristig am ehesten durchsetzen werden, liegt uneinholbar das Wohneigentum an erster Stelle. Bemerkenswert ist indessen, dass klassische Lebens- und Rentenversicherungen hierbei noch vor Fondspolicen auf dem zweiten Platz liegen. Renditeorientierte Produkte wie Aktien und Aktienfonds sind in der Gunst abgeschlagen, auch wenn sich die Zustimmung seit dem Tiefpunkt (zeitgleich mit dem Börsentief) verbessert hat.
Zusammengefasst: Die Deutschen bleiben einerseits konservativ betreffend ihre Altersvorsorge, andererseits zyklisch, was ihre Einstellung zur Börse angeht.

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Montag, 5. Oktober 2009

Fondsgebundene Rentenversicherung

Fondsgebundene Rentenversicherungen als Krisengewinner

Der Kunde brauche Sicherheit in diesen Zeiten, verlautbart es aus München. Gemeint sind Anleger in klassisch konzipierten Versicherungspolicen des Allianz- und des Munich-Re-Konzerns. “Diese Zeiten“ gelten einmal mehr als Synonym für die aktuelle Wirtschafts-, Finanz-, Börsen- und auch Kundenberatungskrise.
Die Deckungsstöcke (nicht nur) dieser beiden riesigen Kapitalsammel- und -anlagestellen stellen sich vermeintlich als an Risikolosigkeit kaum zu überbieten dar: Anleihen von Emittenten, die auch heutzutage noch als zweifelsfrei bonitiert werden. Als Beimischung in einem historisch als homöopathisch zu bezeichnenden Volumen (max. 2%) sind auch Aktien vertreten.
Unter der Maßgabe, dass Lebens- und private Rentenversicherungen langfristige, insbesondere zur notwendigen privaten Altersvorsorge bestimmte Kapitalanlagen darstellen, verwundert diese Art der Risikostreuung. Der Kunde erhält in einem Umfeld niedrigsten Zinsniveaus kurzfristige Sicherheit für sein gebundenes Kapital. Langfristig geht hiermit das Risiko – bzw. die “Sicherheit“ – einher, sich einer unerwarteten Altersversorgungslücke konfrontiert zu sehen. Perspektiven, den Langfristtrend sinkender Überschussbeteiligungen (bei einem Garantiezins von noch 2,25% auf den Sparanteil) zu brechen, sind somit nicht erkennbar.
Man setze sich daher mit Alternativen in Form fondsbasierter Rentenversicherungen auseinander. Anbieter mit hinreichender Erfahrung und Expertise werden auch vom letztjährigen Börsencrash gebrannte Kinder überzeugen, bezogen auf die Qualität der Anlagepolitik und die Flexibilität in der Ablauf- und Rentenphase.

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