Mittwoch, 29. Juni 2011

Geförderte Rente

Eine recht wenig bekannte Form der staatlich geförderten Renten ist die sogenannte Basis-Rente. Es handelt sich um eine steuerbegünstigte Form der privaten Altersvorsorge, mit der man sich eine privat finanzierte zweite Rente aufbauen kann, zusätzlich zu den Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Ins Leben gerufen wurde die Basis-Rente vor allem deshalb, um die Kürzungen im Bereich der gesetzlichen Rente kompensieren zu können. Entsprechend sind beide Vorsorgeformen, die gesetzliche Rente und die Basis-Rente, auch sehr ähnlich: In beiden Fällen sind nur lebenslange Rentenzahlungen möglich, keine zusätzlichen Auszahlungen oder Verfügungen. Man ist also beim Abschluss einer Basis-Rente auf lange Zeit gebunden und sollte entsprechend unbedingt sicher sein, das Geld nicht doch noch vorzeitig zu benötigen. Die geringe Flexibilität ist vermutlich der Grund, dass bislang im Vergleich zur Riester-Rente weitaus weniger Verträge abgeschlossen wurden. Mit Riester hält man sich neben möglichen Teilauszahlungen zu Rentenbeginn nämlich auch die Option offen, eine selbstgenutzte Wohnimmobilie zu finanzieren oder eine entsprechende Baufinanzierung zum Eintritt in den Ruhestand abzulösen. Eine lastenfreie Immobilie ist sicherlich nicht der schlechteste Bestandteil privater Altersvorsorge, auch aus Sicht des Staates, der diese Möglichkeiten entsprechend geschaffen hat. Wer nicht durch Riester begünstigt und gefördert wird, beispielsweise manche Selbstständige, muss alternative Wege beschreiten, beispielsweise über eine Basis-Rente. Vorher sollte man aber in jedem Fall klären, ob einem auch als Selbstständiger nicht doch die Riester-Förderung zusteht. Eine unabhängige Unternehmensberatung ist in diesen Fragen ein guter Ansprechpartner für Unternehmer und Selbstständige.

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Montag, 16. Mai 2011

Komplizierte Kompaktlösung

Lebensversicherungen sind komplizierte Produkte, jedenfalls die kapitalbildenden Varianten. Eine reine Absicherung für den Todesfall über eine Risiko-Lebensversicherung ist simpel, günstig und mitunter sinnvoll bis unentbehrlich (z.B. bei einer Baufinanzierung). Sobald die Lebensversicherung jedoch auch einen Sparvorgang beinhaltet oder mit speziellen Zusatzversicherungen ausgestattet ist, wird das Kombiprodukt schwer durchschaubar, was insbesondere seine Preiswürdigkeit angeht. Beispielsweise enthaltene – und somit als beitragsfrei ausgewiesene – Leistungen bei Berufsunfähigkeit, im Pflegefall oder bei Eintritt bestimmter schwerer Krankheiten (sogenannte Dread-Diesease-Option) lassen sich gut verkaufen. Da die Versicherungsgesellschaft jedoch die entsprechenden Risiken kalkulieren und in die Prämie einrechnen muss, ist im Einzelfall die Frage zu stellen, inwieweit der entsprechende Einschluss einzelner Zusatzversicherungen zu günstigen Konditionen erfolgt oder nicht. Im Zweifel kann man dies dadurch prüfen, dass man sich die einzelnen Bausteine von mehreren Versicherungen selbst zusammenstellt und mit dem Kombiprodukt vergleicht. Die Geldanlage sollte man ohnehin grundsätzlich vom Risikoschutz trennen. Für einen regelmäßigen, langfristig angelegten Sparvorgang kommen gute Fonds ohne Ausgabeaufschlag ebenso in Betracht wie gute Rentenversicherungen, die Garantieleistungen und Mindestverzinsungen bieten, gleichzeitig aber eine chancenorientierte Anlageform ermöglichen, z.B. Fondspolicen, die nach dem UWP-Prinzip konzipiert sind.

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Dienstag, 26. April 2011

Rentengarantien

Es ist mehr als nur ein offenes Geheimnis, dass es mit der Rente eng werden könnte. Eng dahingehend, dass die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung für den Zeitraum des beruflichen Ruhestands kaum ausreichend sein werden, einen auskömmlichen Lebensstandard zu sichern. Dass das niedrige Rentenniveau staatlicherseits garantiert ist, ist insofern nur ein schwacher Trost. Zur Sicherung eines gewünschten Lebensstandards bedarf es logischerweise einer entsprechenden privaten Altersvorsorge.
Viele Wege führen hierbei nach Rom; private kapitalbildende Versicherungen können eine Option darstellen, ebenso Fonds, die Riester-Rente oder Immobilien. Bei Versicherungen kommen unter dem Aspekt einer möglichst hohen möglichen Rendite insbesondere Fondspolicen in Betracht. Diese investieren das Kapital der Versicherungsnehmer bzw. die Sparbeiträge des einzelnen Anlegers in Investmentfonds. Das damit verbundene Kapitalanlagerisiko kann teilweise oder vollständig auf die Versicherungsgesellschaft übertragen werden, die insoweit eine Garantie in Höhe eines Mindestauszahlung oder einer Mindestrente aussprechen kann. Idealerweise wählt man in dieser Hinsicht eine Fondspolice, die zum Einen die Teilhabe an den Chancen der Kapitalmärkte ermöglicht, zum Anderen aber nicht nur die eingezahlten Beiträge, sondern darüber hinaus eine Mindestrendite garantiert. Diese Kombination findet sich bei Rentenversicherungen, die nach dem sogenannten UWP-Prinzip konzipiert sind. Für Arbeitnehmer besteht in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, durch die Betriebliche Altersvorsorge eine entsprechende private Rentenversicherung mit garantierter Mindestrendite abzuschließen, bei der die Beiträge innerhalb gewisser Grenzen sowohl sozialversicherungsfrei als auch steuerfrei gestellt werden. Dieser Umstand trägt zu einer Nettoentlastung bei und führt zu einem höheren Sparbetrag und damit zu einer besonders zielgerichteten und effektiven finanziellen Vorsorge.

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Montag, 10. Januar 2011

Riester-Rente

Die Riester-Rente wurde eingeführt, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, staatlich reguliert die vorgenommenen Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu kompensieren. Als Anreiz hierfür wurden staatliche Fördermechanismen (Altersvorsorgezulagen und gegebenenfalls zusätzliche Steuervergünstigungen) installiert.
Die Riester-Rente ermöglicht es den Bürgern, staatlich gefördert eine zusätzliche private Altersvorsorge zu betreiben als Ergänzung zu den Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einer betrieblichen Altersversorgung, der ebenfalls staatlich geförderten Rürup-Rente und privaten, staatlich nicht oder nur gering geförderten Altersvorsorgeverträgen wie beispielsweise einer privaten Rentenversicherung oder einer Kapitallebensversicherung.
Inwieweit der Abschluss einer Riester-Rente individuell eine interessante Option darstellt, um absehbare Lücken in der Altersvorsorge zu schließen, hängt von mehreren Faktoren ab, die es im Einzelfall zu prüfen gilt. Ein weiterer Schritt ist dann die Auswahl aus den diversen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, sich die staatliche Förderung für die Riester-Rente zu sichern (Rentenversicherung, Sparplan mit Riester-Fonds, Banksparplan und Eigenheimrente, besser bekannt als “Wohn-Riester“). Besonders interessant ist die Riester-Rente für nicht Förderberechtigte, z.B. Hausfrauen, deren Ehepartner die Riester-Förderung erhalten. Hier besteht die Möglichkeit, eine “Umsonst-Rente“ zur Unterstützung der Altersvorsorge zu erhalten.

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Freitag, 3. Dezember 2010

Berufsunfähigkeitsversicherung

Gesetzlich besteht kein gesetzlicher Schutz (mehr) für ab 1961 Geborene. Die Deutsche Rentenversicherung leistet gegebenenfalls lediglich eine gestaffelte Erwerbsminderungsrente. Aus diesem Grunde ist für Personen ohne gesetzlichen Schutz der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung als Absicherung für den Fall des Verlustes oder der wesentlichen Einbuße der Arbeitskraft zu empfehlen. Zu beachten ist hierbei, dass die qualitativen und preislichen Unterschiede der angebotenen Versicherungen erheblich sind.
Empfehlenswert sind ausschließlich Policen, die einen Verzicht seitens der Versicherungsgesellschaft auf die sog. abstrakte Verweisung beinhalten. Die abstrakte Verweisung liefe darauf hinaus, dass die Versicherung den Versicherungsnehmer im Falle eines Rentenantrags vor der Aufnahme einer Zahlung zunächst auf eine andere berufliche Tätigkeit verweisen könnte (und würde). Wie bei allen Versicherungen sind die Kosten höchst unterschiedlich. Wesentliche preisliche Einflussfaktoren einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind das Eintrittsalter, der Gesundheitszustand, Vorerkrankungen, die Berufsgruppe und insbesondere das Endalter.

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