Mittwoch, 9. März 2011

Sicherer geht´s nicht

Geldanlage ist grundsätzlich mit Risiken behaftet. Als sicherste Möglichkeit überhaupt kann man die Tagesanleihe des Bundes betrachten. Sie wird seit Juli 2008 von der Bundesrepublik Deutschland – Deutsche Finanzagentur GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des deutschen Staates, zum Verkauf angeboten.
Die Tagesanleihe gilt wie alle Bundeswertpapiere als Geldanlage mit dem geringstmöglichen Risiko. Der deutsche Staat haftet mit seinen Vermögenswerten sowie mit dem laufenden Steueraufkommen für die Zins- und Tilgungsleistungen. Die Bonität der Bundesrepublik Deutschland, also die Fähigkeit, für aufgenommene Verbindlichkeiten einstehen zu können, gilt als zweifelsfrei. Renommierte internationale Rating-Agenturen wie Standard & Poor´s, Moody´s Investor Services und Fitch Ratings versehen die Wertpapiere des deutschen Staates seit Jahrzehnten mit dem bestmöglichen Rating bzw. schätzen das Ausfallrisiko als geringstmöglich ein. Die Tagesanleihe wird in einer Stückelung von 0,01 € angeboten, der Mindestauftrag beläuft sich auf 50 €. Es besteht die Möglichkeit der kostenlosen Verwahrung in einem Schuldbuchkonto bei der Bundesrepublik Deutschland – Deutsche Finanzagentur GmbH. Der Vorteil dieser Anlagemöglichkeit besteht zudem in der täglichen Verfügbarkeit. Der Nachteil ist die geringe Verzinsung. Chancenreichere Alternativen, auch für kleinere Anlagesummen, bestehen für Gelder, die allerdings nicht unbedingt jederzeit benötigt werden, in Fonds. Unabhängige Finanzberater gewähren hierbei häufig einen Fonds Rabatt, was die Kosten für den Kunden senkt.

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Montag, 17. Januar 2011

Fonds, die zu erfolgreich sind

Wenn ein Aktienfonds langjährig zu gut ist, kann es mitunter passieren, dass er Opfer seines eigenen Erfolgs wird. Dies geschieht dadurch, dass zu viele Mittelzuflüsse alter und neuer Anleger, die an dem Erfolg partizipieren wollen, das Volumen des Fonds übermäßig ansteigen lassen. Das Fondsmanagement sieht sich nun mit der misslichen Lage konfrontiert, dass das Anlageuniversum schrumpft: Nur noch sehr große Unternehmen kommen als Investment in Betracht. Kleinere Aktiengesellschaften mit einer geringeren Marktkapitalisierung scheiden jedoch aus, da der Fonds nur sehr geringe und damit unerhebliche Beträge in Bezug auf sein gesamtes verwaltetes Vermögen investieren könnte, ohne zum maßgeblichen oder gar beherrschenden Aktionär der jeweiligen Gesellschaft zu werden. Dass es mit einer zunehmend geringer werdenden Anzahl von überhaupt in Betracht kommenden Investitionsmöglichkeiten tendenziell schwieriger wird, nachhaltig überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen, ist einleuchtend. Ein Beispiel für das Phänomen des nachteiligen Einflusses eines zu großen Fondsvolumens scheint der Templeton Growth Fund Inc. (WKN 971025) als der Fondsklassiker schlechthin zu sein. Über einen nunmehr längeren Zeitraum konnte der jahrzehntelang bewährte, konsequent wert- und substanzorientierte Anlagestil nicht mehr überzeugend umgesetzt werden und verhindern, dass die Performance insgesamt unterhalb der allgemeinen Marktentwicklung bzw. des Durchschnitts weltweit anlegender Aktienfonds blieb, die Verlustphasen hierbei jedoch überdurchschnittlich hoch ausfielen.

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Mittwoch, 1. Dezember 2010

Zum Sparen und als Vermögensverwaltung

Gemischte Fonds, die älteste Form des Investmentfonds, bieten die Möglichkeit, durch einen regelmäßigen Sparplan auch mit kleinem Budget einen planmäßigen Vermögensaufbau zu betreiben. Überdies sind sie für die mittel- bis langfristige Geldanlage bzw. Vermögensverwaltung geeignet. Wie alle offenen Fonds sind sie dadurch gekennzeichnet, dass sie das Kapital sehr vieler Anleger entsprechend den Statuten in zahlreiche Wertpapiere investieren. Die Anteilseigner erwerben gemeinschaftliches Bruchteilseigentum an den Vermögensgegenständen. Fonds, die in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind, unterliegen der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Da es sich um Sondervermögen handelt, fallen die Vermögenswerte des Fonds im theoretischen Fall der Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft nicht in die Insolvenzmasse. Gemischte Fonds investieren sowohl in Aktien als auch in Anleihen, mitunter darüber hinaus auch in weitere Anlageklassen wie Immobilien oder Rohstoffe. Das Verhältnis zwischen den einzelnen Anlageklassen ist grundsätzlich flexibel, oftmals besteht jedoch eine Obergrenze hinsichtlich der Aktienquote. Man unterscheidet nach der Ausrichtung bzw. nach dem Risikogehalt defensive, ausgewogene, flexible und dynamische Mischfonds.

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Montag, 15. November 2010

Warum Fondspolicen?

Fondspolicen sind eine in Deutschland relativ junge Variante von kapitalbildenden Versicherungen, die zum langfristigen Vermögensaufbau bzw. zur Altersvorsorge angeboten werden. Anders als bei einer klassischen Lebens- oder Rentenversicherung, bei der die Kapitalanlage durch die Versicherungsgesellschaft selbst in deren Deckungsstock erfolgt, werden bei fondsgebundenen Versicherungen die Sparbeiträge des Versicherungsnehmers in Investmentfonds angelegt. Die Auswahl des oder der Fonds obliegt grundsätzlich dem Versicherungsnehmer unter Berücksichtigung seines individuellen Risikoprofils. Zumeist bieten Versicherungsgesellschaften mehrere Fonds unterschiedlicher Risikoklassen von diversen Kapitalanlagegesellschaften zur Auswahl an. Insbesondere Aktienfonds bieten die Möglichkeit, langfristig eine höhere Rendite zu erzielen im Vergleich zur tendenziell konservativen Direktanlage seitens der Versicherungsgesellschaften. Allerdings ist durch eine Fondsanlage das Risiko eines teilweisen Verlustes nicht auszuschließen, da grundsätzlich die eingezahlten Beiträge für den Zeitpunkt der Fälligkeit des Versicherungsvertrages nicht garantiert sind. Allerdings bieten die meisten Versicherungsunternehmen in ihren Vertragsbedingungen einen Wechsel der Fonds an, bezogen auf das bisher angesammelte Kapital und/oder die Anlage künftiger Sparbeiträge. Auch ein automatisches Ablaufmanagement, bei denen das Fondsguthaben sukzessive von risikoreichen Aktienfonds in konservative Rentenfonds umgeschichtet wird, ist keine Seltenheit mehr.
Grundsätzlich sollte eine Fondspolice durch ihre Ausstattung einen wesentlichen Mehrwert gegenüber einem reinen Fondssparplan beinhalten, um die – meist deutlich höheren – Kosten zu rechtfertigen. Hierunter fallen Garantien, Mindestrenditen, Ablaufmanagement oder der Zugang zu qualitativ hochwertigen Fonds, die ansonsten, beispielsweise aufgrund hoher Mindestanlagebeträge nicht erhältlich sind. Beispielhaft schneiden UWP-Policen unter diesen Aspekten in Vergleichstests hervorragend ab.

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Donnerstag, 11. November 2010

Lebensversicherung

Kapitalbildende Lebensversicherungen sichern das Risiko des Todesfalls ab und fungieren zusätzlich gewissermaßen als langfristiger Sparvertrag mit zusätzlichen vertraglich vereinbarten Leistungsmerkmalen.
Der Versicherungsnehmer legt zunächst die seinen Bedürfnissen entsprechende Versicherungssumme im Todesfall während der Versicherungslaufzeit fest. Für die Versicherungsprämie, deren Höhe sich grundsätzlich nach der Versicherungssumme und dem biometrischen Risiko richtet, kann eine monatliche, vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Zahlungsweise vereinbart werden. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass keine Ratenzuschläge für eine unterjährige Zahlungsweise anfallen. Diese werden von einigen Versicherungsunternehmen mit der Begründung erhoben, dass die ratierliche Zahlung eine kreditähnliche Stundung der Versicherungsprämie darstelle. Im Ergebnis handelt es sich somit um (teure) Kredite, die man sich sparen kann und sollte.
Eine häufig angebotene Option besteht in einer dynamisierten Beitragshöhe. Die Dynamik führt dazu, dass die Prämie jährlich um einen vereinbarten festen Prozentsatz ansteigt. Häufig beträgt die festgelegte Dynamik jährlich 3%. Da durch die kontinuierlich ansteigenden Beiträge auch das angesparte Kapital eine Dynamik erhält, führt dies zu einem gewissen Schutz des angestrebten Sparziels und des Vermögensaufbaus vor Inflationsrisiken. Ebenso sichert die Beitragsdynamik die private Altersvorsorge, für die kapitalbildende Lebensversicherungen einen verbreiteten Baustein darstellen, auf diese Weise gegen Kaufkraftverluste durch eine fortschreitende Geldentwertung ab.

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Donnerstag, 21. Oktober 2010

Überschussbeteiligung einer Versicherung

Eine private Rentenversicherung oder eine kapitalbildende Lebensversicherung, die zum langfristigen Vermögensaufbau oder zur Stärkung der Altersvorsorge abgeschlossen wurde, legt mitunter in den Versicherungsbedingungen fest, dass der Kunde keine jährliche Überschussbeteiligung erhält. Dies ist, oberflächlich betrachtet, nachteilig. Bei genauerer Betrachtung stellt sich jedoch die Frage, wie eigentlich bei Versicherungspolicen ansonsten die Überschussbeteiligung ermittelt wird: Sie wird bei Vertragsabschluss unverbindlich prognostiziert und im Folgenden jährlich neu festgesetzt. Nach allerdings nicht klar definierten Kriterien, die dem Kunden Transparenz ermöglichen würden. Es spielen hierbei unter anderem eine Rolle: Die Geschäftsentwicklung, bei Lebensversicherern insbesondere das Zinsniveau, sowie die Interessen der Versichertengemeinschaft, der Versicherungsgesellschaft nebst deren Eigentümern und vieles mehr. So gesehen empfehlen sich Rentenversicherungen, die die erwirtschafteten Erträge aus der Geldanlage an den Kunden nach klar festgelegten Kriterien komplett auskehren. Der Interessenkonflikt, wer genau eigentlich an den Erträgen in welcher Höhe partizipieren soll, findet hier schlicht nicht statt. Wenn zudem die Kosten für die Versicherung im Vergleich sehr günstig sind und Ratenzuschläge (dies sind bisweilen überaus teure Kredite) für eine unterjährige Prämienzahlung unbekannt sind, hinterlässt dies einen sehr guten Eindruck. Fondspolicen, die zudem bei Tod des Versicherungsnehmers in der Ansparphase nicht nur die eingezahlten Beiträge, sondern auch die höheren Erträge aus dem Fondsguthaben an die Erben auszahlen , werden von unabhängigen Finanzdienstleistern aus diesen Gründen gern empfohlen. Erst recht, wenn auf Wunsch noch gute und günstige Garantien eingeschlossen werden können.

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Freitag, 16. Juli 2010

Fondssparplan

Mit einem Fondssparplan können auch kleine Beträge, meist ab 25 € monatlich, dazu verwendet werden, einen langfristigen Vermögensaufbau zu betreiben. Grundsätzlich ist das angesparte Guthaben frei verfügbar und kann bei Bedarf kurzfristig, innerhalb von drei bis fünf Werktagen veräußert werden, gegebenenfalls auch in Teilbeträgen. Für Fonds gilt im Übrigen das eherne Gesetz der Geldanlage: Je mehr Rendite möglich ist, desto höher sind auch die entsprechenden Risiken. Dies sollten Anleger unbedingt bedenken. Beispielsweise sind mit Aktienfonds mit Fortune durchaus kurzfristige schöne Gewinne erzielbar, ebenso sind jedoch auch herbe Verluste möglich. Umgekehrt ist man mit grundsätzlich mit einem Geldmarktfonds, dessen Management keine nennenswerten Risiken eingeht, vor bösen Überraschungen auch bei einer kurzen Anlagedauer geschützt. Demgegenüber fällt die Rendite auf lange Sicht naturgemäß niedriger aus.

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Mittwoch, 2. Juni 2010

Risiken streuen

Es ist nicht ohne Risiko, sein Glück an der Börse zu versuchen. Man mindert es beträchtlich, indem man nicht auf einzelne Aktien setzt, sondern die Auswahl Profis überlässt und einen breit gestreuten Investmentfonds erwirbt. Fonds, insbesondere Aktienfonds, sollten dennoch grundsätzlich nur zum Einsatz kommen, wenn das eingesetzte Kapital nicht kurz- oder mittelfristig benötigt wird. Vor diesem Hintergrund mindert sich mit zunehmender Anlagedauer das Risiko, Verluste zu erleiden. Umgekehrt steigen die Chancen, eine erfreuliche Rendite zu erzielen.

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Mittwoch, 14. April 2010

Gesamtverzinsung von Versicherungen

Die Gesamtverzinsung von Rentenversicherungen und Lebensversicherungen ist ein nicht uninteressantes Kriterium bei der Entscheidung, welche Gesellschaft(en) man als Partner für seine private Altersvorsorge auswählt. In der Spitze beläuft sich die Gesamtverzinsung (Garantiezins von 2,25% + Zinsüberschussbeteiligung + einmalige Schlussüberschussbeteiligung) zurzeit auf über 5,5%. Das klingt gut, gerade in diesen Zeiten. Aber: Die Überschüsse sind nicht garantiert, auch nicht für Folgejahre. Sie hängen maßgeblich ab von den erwirtschafteten Erträgen der Versicherungen und diese wiederum vom Zinsniveau. Und: Die Gesamtverzinsung bezieht sich nicht auf den Versicherungsbeitrag, sondern nur auf dessen Sparanteil (nach Kosten). Sie hat somit nur peripher etwas mit der Rendite zu tun. Leider verzichten manche Anbieter nicht darauf, die Milchmädchenrechnung “Gesamtverzinsung ist höher als Zinssatz für Geldanlage“ in Flyern werbewirksam herauszustellen. Daher: Kunden sollten den Bankberater oder Versicherungsvertreter ihres Vertrauens nach der Rendite der jeweiligen Versicherung (bislang und aktuell prognostiziert) fragen und auf dieser Basis eine Entscheidung treffen.

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