Mittwoch, 1. Dezember 2010

Zum Sparen und als Vermögensverwaltung

Gemischte Fonds, die älteste Form des Investmentfonds, bieten die Möglichkeit, durch einen regelmäßigen Sparplan auch mit kleinem Budget einen planmäßigen Vermögensaufbau zu betreiben. Überdies sind sie für die mittel- bis langfristige Geldanlage bzw. Vermögensverwaltung geeignet. Wie alle offenen Fonds sind sie dadurch gekennzeichnet, dass sie das Kapital sehr vieler Anleger entsprechend den Statuten in zahlreiche Wertpapiere investieren. Die Anteilseigner erwerben gemeinschaftliches Bruchteilseigentum an den Vermögensgegenständen. Fonds, die in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind, unterliegen der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Da es sich um Sondervermögen handelt, fallen die Vermögenswerte des Fonds im theoretischen Fall der Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft nicht in die Insolvenzmasse. Gemischte Fonds investieren sowohl in Aktien als auch in Anleihen, mitunter darüber hinaus auch in weitere Anlageklassen wie Immobilien oder Rohstoffe. Das Verhältnis zwischen den einzelnen Anlageklassen ist grundsätzlich flexibel, oftmals besteht jedoch eine Obergrenze hinsichtlich der Aktienquote. Man unterscheidet nach der Ausrichtung bzw. nach dem Risikogehalt defensive, ausgewogene, flexible und dynamische Mischfonds.

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Donnerstag, 11. November 2010

Lebensversicherung

Kapitalbildende Lebensversicherungen sichern das Risiko des Todesfalls ab und fungieren zusätzlich gewissermaßen als langfristiger Sparvertrag mit zusätzlichen vertraglich vereinbarten Leistungsmerkmalen.
Der Versicherungsnehmer legt zunächst die seinen Bedürfnissen entsprechende Versicherungssumme im Todesfall während der Versicherungslaufzeit fest. Für die Versicherungsprämie, deren Höhe sich grundsätzlich nach der Versicherungssumme und dem biometrischen Risiko richtet, kann eine monatliche, vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Zahlungsweise vereinbart werden. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass keine Ratenzuschläge für eine unterjährige Zahlungsweise anfallen. Diese werden von einigen Versicherungsunternehmen mit der Begründung erhoben, dass die ratierliche Zahlung eine kreditähnliche Stundung der Versicherungsprämie darstelle. Im Ergebnis handelt es sich somit um (teure) Kredite, die man sich sparen kann und sollte.
Eine häufig angebotene Option besteht in einer dynamisierten Beitragshöhe. Die Dynamik führt dazu, dass die Prämie jährlich um einen vereinbarten festen Prozentsatz ansteigt. Häufig beträgt die festgelegte Dynamik jährlich 3%. Da durch die kontinuierlich ansteigenden Beiträge auch das angesparte Kapital eine Dynamik erhält, führt dies zu einem gewissen Schutz des angestrebten Sparziels und des Vermögensaufbaus vor Inflationsrisiken. Ebenso sichert die Beitragsdynamik die private Altersvorsorge, für die kapitalbildende Lebensversicherungen einen verbreiteten Baustein darstellen, auf diese Weise gegen Kaufkraftverluste durch eine fortschreitende Geldentwertung ab.

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Montag, 21. Juni 2010

Ratenkredite vergleichen

Ratenkredite schließt man nur dann bei seiner Hausbank ab, nachdem man sich vergewissert hat, dass diese auch ein günstiges Angebot unterbreitet hat. Man sollte im Vorfeld in jedem Fall einen entsprechenden Vergleich vornehmen. Während einige Kreditinstitute sogenannte Festpreiskredite anbieten, bei denen die Konditionen feststehen und lediglich noch geprüft wird, ob der jeweilige Kunde für den gewünschten Betrag “gut“ ist, vergeben andere Banken ihre Kredite “bonitätsabhängig“. Dies bedeutet, dass nicht nur die Kreditentscheidung, sondern auch die Konditionen abhängig sind von den Einkommens- und Vermögensverhältnissen des Antragstellers. Bei der Einholung der Schufa-Auskunft zu diesem Zweck ist darauf zu achten, dass hierbei das Merkmal “Anfrage Konditionen“ verwendet wird, nicht etwa “Anfrage Kredit“. Ansonsten würde (wenn der Kunde an dem jeweiligen Kredit aufgrund zu hoher Zinsen kein Interesse zeigt) für Dritte der missliche Eindruck entstehen, der Kunde hätte sich um einen Kredit bemüht, diesen jedoch nicht erhalten. Neben den reinen Kreditkosten (Zinsen und Gebühren) ist darüber hinaus von Interesse, inwieweit der Kreditnehmer bei Bedarf zusätzliche Sondertilgungen kostenfrei vornehmen kann.

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Mittwoch, 12. Mai 2010

Depot nicht zu einseitig ausrichten

Wer sich nicht zu den professionellen Tradern zählt, sollte sein Portefeuille nicht ausschließlich auf den Aktienmarkt ausrichten. Langfristig rentiert es sich erfahrungsgemäß, eine Streuung auf verschiedene Anlageklassen vorzunehmen. Ein guter Aktienfonds, ein guter Rentenfonds und ein guter Mischfonds reichen grundsätzlich. Gut steht hierbei für international anlegende Fonds, die möglichst langjährig aufgrund eines disziplinierten Investmentansatzes absolut und relativ in Zeiten steigender Kurse wie auch in Krisensituationen überzeugt haben.

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Montag, 26. Oktober 2009

Kindergelderhöhung als Ausbildungsvorsorge

Die sich konstituierende neue Bundesregierung hat eine Erhöhung des Kindergeldes beschlossen. Auch wenn das Gesetzgebungsverfahren noch nicht angelaufen ist, ist davon auszugehen, dass eine Erhöhung des Kindergeldes für das erste und zweite Kind auf jeweils 200 € monatlich umgesetzt werden wird. Zudem ist eine Anhebung des Kinderfreibetrages geplant.
Die Kindergelderhöhung von derzeit 164 € (§ 66 Abs. 1 EStG) auf 200 € bringt eine steuer- und sozialversicherungsfreie Erhöhung des Familieneinkommens von 36 € monatlich mit sich. Fürsorglichen Eltern bietet sich die Chance, eben diesen Betrag zur Absicherung der Ausbildung ihrer Sprößlinge zu verwenden.
Bei Abschluss eines Sparvertrages mit monatlich 36 € lässt sich, konservativ mit einer Verzinsung von 5 Prozent jährlich gerechnet, über eine Laufzeit von beispielsweise 15 Jahren eine Summe von rund 9.300 € erzielen. Bei einer durchschnittlichen Rendite von 6 Prozent jährlich errechnen sich bereits rund 10.000 €.
Ob die Anlage durch einen Ansparplan erfolgt, in einem Fondssparplan oder im Rahmen einer auf den Namen des Kindes abzuschließenden privaten Rentenversicherung (mit der Option auf eine einmalige oder teilweise Kapitalleistung zum Laufzeitende) ist letztlich eine Frage des individuellen Bedürfnisses nach Sicherheit sowie der gewünschten Flexibilität während der Laufzeit.
In jedem Fall lässt sich Juniors Vermögensaufbau steuerfrei realisieren: Im Rahmen eines Versicherungsmantels ohnehin, und bei Besparung eines Fondssparplanes durch die Ausnutzung des Sparerpauschbetrages des Kindes von 801 € jährlich. Die Auszahlungsphase, insbesondere, wenn sie als Einmalentnahme erfolgt, kann zwar zunächst mit einer Belastung durch Kapitalertragsteuer verbunden sein; da das Kind zu Beginn seiner Ausbildungs- bzw. Studienzeit jedoch kaum über nennenswerte sonstige Einkünfte verfügen wird, wären die abgeführten Steuern im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung wiederum zu erstatten. Zusammengefasst bietet der kleine, unerwartete Geldsegen für Eltern die Chance, die Ausbildung ihrer Kinder durch die verbesserte staatliche Förderung zielgerichtet auf ein solides Fundament zu stellen.

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